Erkrankungen im Mund- und Zahnbereich

Peripheres ossifizierendes Fibrom

Das periphere ossifizierende Fibrom ist eine gutartige, reaktive Läsion. Es ist unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt und geht vermutlich vom Parodontalligament aus; es macht etwa 9 % aller Zahnfleischwucherungen aus.

Die Läsion ist in der Regel klein. Sie tritt vor allem im vorderen Bereich des Oberkiefers auf, von Eckzahn zu Eckzahn, betrifft häufiger Frauen und tritt am häufigsten im zweiten Lebensjahrzehnt auf.

Was ist ein peripheres ossifizierendes Fibrom?

Das periphere ossifizierende Fibrom zeigt sich in der Regel als Weichteilgeschwulst an der Interdentalpapille. Es kann gestielt oder breitbasig sein und weist meist eine glatte Oberfläche sowie eine Größe von weniger als 2 cm auf.

Die Farbe der peripheren ossifizierenden Fibrome reicht von rot bis rosa, und sie sind häufig ulzeriert.

Es handelt sich um eine relativ seltene Erkrankung, die durch eine reaktive Entzündung des Zahnfleisches gekennzeichnet ist , das aus fibroblastischem Gewebe besteht , in dessen Inneren verschiedene Arten von mineralisiertem Gewebe zu finden sind, darunter Knochengewebe, dem Zahnzement ähnliches Gewebe oder dystrophische Verkalkungen.

Wie bereits erwähnt , tritt diese Erkrankung etwas häufiger bei Frauen auf und betrifft vor allem Frauen im gebärfähigen Alter. Das periphere ossifizierende Fibrom muss bei der Differentialdiagnose mit anderen gutartigen Erkrankungen berücksichtigt werden , die mit dem Vorhandensein von Hormonen in Verbindung stehen.

Die Ursachen des peripheren ossifizierenden Fibroms

Das ossifizierende Fibrom wird klinisch häufig als pyogenes Granulom diagnostiziert. Zur Bestätigung der Diagnose sind eine radiologische und eine histopathologische Untersuchung erforderlich, wobei es Wochen oder Monate dauern kann, bis es klinisch erkennbar ist und diagnostiziert wird.

Die Ätiologie und Pathogenese des peripheren ossifizierenden Fibroms ist noch nicht vollständig geklärt, doch für viele Autoren stehen die plausibelsten Hypothesen im Zusammenhang mit einer reaktiven Entzündungsreaktion des Parodontalligaments, die mit dem Vorhandensein lokaler Reizfaktoren korreliert, wie beispielsweise Zahnstein unterhalb des Zahnfleischrandes, Zahnbelag, eine ungünstige Platzierung von kieferorthopädischen Apparaturen oder konservierende oder prothetische Restaurationen mit fehlerhaften Randanpassungen.

Symptome des peripheren ossifizierenden Fibroms

Ein ossifizierendes Fibrom wird meist erstmals aufgrund einer Schwellung im Gesicht festgestellt. Diese langsam wachsenden Tumore sind in der Regel schmerzfrei und symptomlos, können jedoch nach und nach die Zähne verschieben oder zu einer Wurzelresorption führen. Sollten Sie eine Schwellung im Gesicht bemerken, sollten Sie so schnell wie möglich einen Zahnarzt aufsuchen, um die Ursache des Problems zu klären.

Ihr Zahnarzt wird Röntgenaufnahmen anfertigen, um die genaue Lage des Tumors zu bestimmen und die Diagnose zu bestätigen.

Behandlung des peripheren ossifizierenden Fibroms

Die Behandlung eines ossifizierenden Fibroms erfordert in der Regel eine chirurgische Entfernung, bei der der Kieferchirurg den Tumor vollständig aus dem Gewebe entfernt. Bei größeren Tumoren kann ein komplexerer Eingriff erforderlich sein, um den betroffenen Knochen wiederherzustellen. Nach der Heilung wird der Zahnarzt entscheiden, ob eine weitere Behandlung notwendig ist, um die betroffenen Zähne wiederherzustellen und zu ersetzen.

Die Entfernung des ossifizierenden Fibroms löst das Problem in der Regel. Verschiedene Studien haben ergeben, dass die Rezidivrate zwischen 6,7 % und 28 % liegt. Einige Studien weisen darauf hin, dass die Rezidivrate bei Kindern deutlich höher ist. Aus diesen Gründen ist es besonders wichtig, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen, um sich untersuchen zu lassen.

Wie bei vielen Zahnproblemen bieten eine frühzeitige Diagnose und die richtige Behandlung eines ossifizierenden Fibroms den besten Weg zu einem gesunden Mund. Sollten Sie eine Schwellung oder eine Wucherung am Zahnfleisch oder am Kiefer bemerken, sollten Sie sich umgehend an Ihren Zahnarzt wenden.

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Weitere Informationen und Quellenangaben

Leitfaden zur Mundgesundheit
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Nachfragen

Häufig gestellte Fragen

Ossifizierende Fibrome können bei Patienten jeden Alters und Geschlechts auftreten, wobei sie bei Frauen etwas häufiger vorkommen. Traumata, Reizungen durch Zahnrestaurationen und Zahnbelag unter dem Zahnfleisch könnten ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung spielen, doch die genaue Ursache ist nach wie vor unbekannt.

Das juvenile ossifizierende Fibrom entsteht manchmal an Stellen, an denen ein Zahn von Geburt an fehlt. Die Rezidivrate des juvenilen ossifizierenden Fibroms liegt zwischen 30 und 58 %. Ein lokales Rezidiv ist wahrscheinlich auf eine unvollständige Entfernung des Tumors zurückzuführen, insbesondere im Kieferhöhlenbereich und in der Augenhöhle.

Das pyogene Granulom kann an jeder Stelle der Mundhöhle auftreten, während das periphere ossifizierende Fibrom und das periphere Riesenzellgranulom ausschließlich am Zahnfleisch oder an der Alveolarschleimhaut auftreten. Das klinische Erscheinungsbild, die Behandlung und die Prognose sind bei allen drei Erkrankungen gleich.



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