Sie verläuft meist schmerzfrei und wird bei Routine-Röntgenaufnahmen festgestellt. Sie zeigt sich als röntgendichter (weißer) Bereich um einen Zahn herum, in der Regel um einen Prämolaren oder einen Backenzahn. Es gibt keine Anzeichen einer Entzündung der Pulpa und/oder des Zahngewebes.
Es kommt recht häufig vor und betrifft 5 % der Bevölkerung; das durchschnittliche Alter bei Auftreten liegt zwischen 20 und 40 Jahren. Meistens verläuft es symptomfrei und wird erst im Röntgenbild festgestellt. Die Formen reichen von runden über eckige bis hin zu linearen Streifen.
Es kann als Reaktion auf ein früheres Trauma oder eine Infektion auftreten, doch in manchen Fällen ist dies schwer festzustellen.
Was ist idiopathische Osteosklerose?
Die idiopathische Osteosklerose ist ein Bereich mit erhöhter Knochenbildung. Im Unterkiefer tritt sie meist um die Zahnwurzeln herum auf und hat eine runde, elliptische oder unregelmäßige Form sowie eine röntgendichte Erscheinung. Laut Literatur wird diese Erkrankung zwar manchmal als dichte Knocheninsel, Knochennarbe, fokale periapikale Osteopetrose oder Enostose beschrieben, doch wird aufgrund ihres unbekannten Ursprungs häufig der Begriff idiopathische Osteosklerose bevorzugt.
Solche Läsionen können als intraossäre anatomische Entwicklungsvarianten angesehen werden und sollten getrennt von Fällen entzündlichen Ursprungs oder systemischer Erkrankungen klassifiziert werden. Diese asymptomatischen Läsionen werden in der Regel als Zufallsbefunde bei Röntgenaufnahmen entdeckt, die aus anderen Gründen angefertigt wurden.
Bei der röntgenologischen Untersuchung lassen sich idiopathische Osteosklerosen in verschiedenen Größen feststellen, deren Durchmesser von 2 oder 3 mm bis zu 1 oder 2 cm reicht; die Läsionen können jedoch auch sehr groß sein und fast die gesamte Höhe des Unterkieferkörpers einnehmen. Sie können an den Wurzelspitzen, zwischen den Wurzeln oder an einer von den Zähnen getrennten Stelle auftreten, vor allem im Prämolaren-/Molarenbereich und bevorzugt im Unterkieferbogen.
Die Läsionen können in jedem Alter auftreten, ohne geschlechtsspezifische Prävalenz, und erfordern in der Regel keine spezifischeBehandlung. In der Regel bleiben die Läsionen über Jahre hinweg bestehen, und ein chirurgischer Eingriff wird nicht empfohlen.
Um sicherzustellen, dass die klinische Diagnose korrekt ist, ist eine regelmäßige Nachuntersuchung der Läsionen erforderlich. Auch wenn dies selten vorkommt: Sollte es im Laufe der Zeit zu einer Resorption der betroffenen Zahnwurzel kommen, kann eine endodontische Behandlung oder die Entfernung des betroffenen Zahns erforderlich werden.
Die Ursachen der idiopathischen Osteosklerose
Zu den Ursachen der Osteosklerose können gehören:
- Übermäßige Belastung der Kiefer oder anhaltende mechanische Reizung.
- Vorheriges Trauma.
- Reaktion auf eine Infektion.
Es gibt auch die idiopathische hereditäre Osteosklerose. Diese tritt am ehesten an der Schädeldecke auf.
Bei der hereditären idiopathischen Osteosklerose entwickeln sich kraniofaziale Anomalien schrittweise im Kindes- oder Jugendalter (zwischen 12 und 20 Jahren).
Möglicherweise zeigt sich keine Veränderung des Allgemeinzustands, da die Person ansonsten gesund ist. In einigen Fällen kann es jedoch zu einem Gefühlsverlust im Gesichtsnerv und/oder zu einem Hörverlust kommen.
Osteosklerose lässt sich auf Röntgenaufnahmen und CT-Scans erkennen. Der Knochen ist dichter und erscheint undurchsichtiger (auf dem Röntgenbild weißer). Außerdem sind die Nasennebenhöhlen manchmal nicht zu erkennen , da sie fast vollständig mit Knochen ausgefüllt sind.
Symptome der idiopathischen Osteosklerose
Es handelt sich um eine asymptomatische Läsion. Die Läsion ist nicht pathogen und wurde mit verschiedenen Begriffen wie „fokale Osteopetrose“ und „Insel aus verdicktem Knochen“ beschrieben; mikroskopisch besteht sie aus normalem, dichtem Laminarknochen.
Die Läsion muss von Osteomen unterschieden werden, bei denen es sich um langsam wachsende gutartige Neubildungen handelt, die aus dichtem, lamellenförmigem Knochengewebe bestehen. Röntgenologisch zeigt sich ein röntgendichter Bereich mit klar abgegrenzten Rändern.
Behandlung der idiopathischen Osteosklerose
Periapikale Herde idiopathischer Osteosklerose erfordern keine Behandlung, doch müssen diese Läsionen von anderen Erkrankungen wie der kondensierenden oder sklerosierenden Osteitis unterschieden werden. Invasive Maßnahmen wie Knochenbiopsien sind nicht angezeigt, wenn die Diagnose eindeutig ist.
Es werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen empfohlen, zunächst in Form jährlicher Röntgenuntersuchungen zur Bestätigung der Diagnose.