Es tritt am häufigsten im vorderen Bereich des Unterkiefers auf und verläuft in den meisten Fällen völlig symptomfrei. Seine Größe variiert zwischen 5 mm und einigen Zentimetern; im Durchschnitt beträgt sie weniger als 1,5 cm.
Periapikale Zysten entstehen durch eine Nekrose der Zahnpulpa. Das bedeutet, dass das Weichgewebe unterhalb der härtesten und widerstandsfähigsten Schicht des Zahns seine Lebensfähigkeit verliert, wodurch die Versorgung mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen eingeschränkt wird. Dieser Zustand kann zur Bildung einer Zyste an der Wurzelspitze führen, also an der Stelle, an der die Zahnwurzel im Zahnfleisch endet.
Was ist eine periapikale Zyste?
Sie wird auch als radikuläre Zyste bezeichnet und ist zweifellos die häufigste Zyste im Zahnbereich. Periapikale Zysten entstehen in der Regel als Folge einer Reihe von Infektionserkrankungen, die das innere Zahngewebe befallen. Wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, können sie erheblich anwachsen und sogar sehr schwere Schäden am Knochen verursachen.
Wenn die Wurzelzyste noch nicht zu groß ist, kann der Zahn durch eine Wurzelbehandlung versorgt werden. In manchen Fällen muss der Zahnarzt die Wurzelzyste operativ entfernen oder, in schwereren Fällen, den Zahn ziehen.
Eine Radikulärzyste verläuft sehr oft nahezu symptomfrei, sodass sie nur durch eine Röntgenuntersuchung sicher diagnostiziert werden kann. Eine Radikulärzyste im Oberkiefer lässt sich jedoch sicher behandeln, weshalb es ratsam ist, regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt zu vereinbaren.
Ursachen
Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer periapikalen Zyste führen können:
- Wenn eine Karies nicht angemessen (oder gar nicht) behandelt wurde, greift sie zunächst den Zahnschmelz an, dann das Dentin, und breitet sich nach und nach im Inneren des Zahns bis zur Zahnwurzel aus. Dann bildet sich die Zyste. In diesem Fall verspürt der Patient in der Regel starke Schmerzen.
- Nach einer Wurzelbehandlung. Wenn sich nach einer Wurzelbehandlung eine Zyste bildet, bedeutet dies in der Regel, dass die damit verbundene Wurzelbehandlung nicht einwandfrei durchgeführt wurde. Dies kann daran liegen, dass der Zahnarzt zwar den Zahnnerv entfernt, die Kanäle jedoch nicht ordnungsgemäß mit dem geeigneten Material gefüllt hat, sodass kleine Hohlräume zurückblieben, die ein Einfallstor für Bakterien darstellen.
- Zahnverletzungen. Infolge eines Aufpralls auf den Zahn kann die Zahnwurzel nach und nach absterben, ohne dass der Patient dies bemerkt, da dieser Vorgang in der Regel schmerzfrei verläuft und keine weiteren Symptome hervorruft. Eine Röntgenaufnahme kann das Vorhandensein einer Zyste leicht aufdecken.
Eine apikale Läsion kann einen chronischen Verlauf nehmen, wenn nach einer akuten Läsion der auslösende Erreger nicht vollständig beseitigt wurde oder wenn er nicht stark genug ist, um eine akute Reaktion auszulösen.
Symptome einer periapikalen Zyste
Die Diagnose einer periapikalen Zyste ist zunächst schwierig, da sie keine Symptome verursacht. Um sie festzustellen, benötigt der Arzt eine Panorama- und/oder periapikale Röntgenaufnahme. Die Zyste kann mit der Zeit wachsen und Schmerzen, Zahnfleischentzündungen, Schwellungen der Lippe sowie Mundgeruch verursachen.
Befindet sich die Radikulärzyste im akuten Stadium, treten folgende Symptome auf:
- Zahnschmerzen.
- Verletzung des Weichgewebes der Mundhöhle.
- Zahnfleischbluten.
- Allgemeine und lokale Beschwerden im gesamten Mundraum.
- Zahnfleischentzündung.
Wenn dies nicht behandelt wird, kann es zu Fisteln im Zahnbogen kommen, was weitere Schmerzen verursacht.
In den extremsten Fällen breiten sich die Symptome einer Zahnzyste auch auf andere Bereiche des Gesichts aus, mit:
- Augenschmerzen.
- Kopfschmerzen.
- Geschwollene Lymphknoten im Hals.
Behandlung
Die wichtigsten Behandlungsmethoden zur Entfernung einer periapikalen Zyste sind:
- Chirurgie.
- Wurzelbehandlung.
- Behandlung mit Antibiotika.
Die Operation zur Entfernung von Wurzelzysten ist relativ schnell (etwa 30 Minuten) und wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingriff ist schmerzfrei: Zunächst wird die Zyste punktiert, um die seröse Flüssigkeit zu entfernen, anschließend wird das Epithel entfernt, um ein erneutes Entstehen der Zyste zu verhindern. Nur in den schwersten Fällen ist eine Zahnentfernung erforderlich.
Nach der Operation ist es wichtig, eine Antibiotikabehandlung zu beginnen und sich einige Tage lang leicht verdaulich zu ernähren.
Anschließend sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen erforderlich, um Rückfälle zu vermeiden.
Wir haben bereits erwähnt, dass eine Zahnfleischentzündung zu den Symptomen einer periapikalen Zyste gehört. In diesem Fall ist Chlorhexidin-Gel oder -Mundspülung eines der wirksamsten Mittel; es ist für seine antiseptischen Eigenschaften bekannt und kann direkt auf das Zahnfleisch aufgetragen werden.
Vorbeugung von periapikalen Zysten
Das beste Mittel, um die Entstehung periapikaler Zysten zu verhindern, ist wie immer die Vorbeugung. Eine sorgfältige tägliche Mundhygiene ist in der Tat entscheidend, um dem Auftreten von Zysten und vielen anderen Erkrankungen entgegenzuwirken.
Um die Entstehung einer periapikalen Zyste zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen, der eventuelle Probleme rechtzeitig behandeln kann.
Im Alltag ist es wichtig, auf eine angemessene Mundhygiene zu achten, indem man die Zähne dreimal täglich mit Zahnpasta und Mundspülungen putzt, die für die jeweilige Situation geeignet sind.
Es ist ebenfalls wichtig, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einer Interdentalbürste gründlich zu reinigen, da sich in diesem Bereich häufig viele Mikroorganismen ansammeln, die die oben genannten Erkrankungen auslösen können.
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