Viele Frauen leiden während der Schwangerschaft unter empfindlichen Zähnen , ein kurzer, stechender Schmerz , der auftritt, wenn die Zähne mit kalten, heißen oder süßen Speisen in Berührung kommen oder wenn Druck auf sie ausgeübt wird – selbst wenn zuvor keine Überempfindlichkeit bestand. Dieses Zahnproblem steht in engem Zusammenhang mit den Veränderungen, die Hormone wie Östrogen und Progesteron in dieser Phase bewirken.
Man muss bedenken, dass die Stärke der Zahnempfindlichkeit je nach Schwangerschaftstrimester, der Mundgesundheit der werdenden Mutter und der genetischen Veranlagung variiert. In den meisten Fällen muss Zahnempfindlichkeit in der Schwangerschaft nicht schwerwiegend sein muss, dennoch sollte man dies beim Zahnarztbesuch erwähnen.
Hormonelle Veränderungen während der Schwangerschaft
Die Östrogen- und Progesteronspiegel steigen während der Schwangerschaft allmählich an, um das Immunsystem der werdenden Mutter dabei zu unterstützen, sich anzupassen, um das Baby zu schützen und den Körper auf die Geburt vorzubereiten. Sie haben jedoch auch gut dokumentierte Auswirkungen auf die Mundhöhle, die zu Komplikationen wie Zahnempfindlichkeit führen können.
1. Östrogene und Durchblutung
Östrogene bewirken, dass die Blutgefäße im Zahnfleisch durchlässiger, brüchig und anfällig für Entzündungen.
Infolgedessen rötet sich das Zahnfleisch und wird empfindlicher bei Berührung; manchmal blutet es sogar beim Zähneputzen oder bei der Verwendung von Zahnseide.
2. Progesteron und Entzündungsreaktion
Progesteron beeinflusst die Reaktion des Immunsystems, wodurch das Mundgewebe übertriebene Reaktion auf die Bakterien, die Zahnbelag verursachen, sowie auf jegliche Reize. Das bedeutet, dass Zähne und Zahnfleisch empfindlicher werden und was zuvor erträglich war, kann nun Beschwerden oder Schmerzen verursachen.
Wie Hormone die Zahnempfindlichkeit beeinflussen
Der Einfluss von Hormonen auf die Zahnempfindlichkeit in der Schwangerschaft hat verschiedene Ursachen: Sie können die Schmerzwahrnehmung, die Mikrozirkulation im Zahnmark, sowohl die Menge als auch die Zusammensetzung des Speichels, das Zahnhaltegewebe sowie die Mineralisierung von Zahnschmelz und Dentin verändern.
1. Schmerzempfinden
Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen dazu führen, dass das Nervensystem empfindlicher reagiert. Es wurde beobachtet, dass die Schmerzschwellen sinken und aus diesem Grund werden leichte Reize intensiver wahrgenommen. Auch die Reaktion der Nervenenden wird stärker.
2. Mikrozirkulation im Zahnmark
Die Zahnpulpa ist das innere Gewebe des Zahns, in dem sich Blutgefäße und Nerven befinden. Schwankungen, wie sie beispielsweise bei Östrogen und Progesteron auftreten, können die Durchblutung des inneren Zahngewebes beeinträchtigen, was zu einer erhöhten Reaktivität der Nervenenden des Zahns führen.
3. Speichelungleichgewicht
Während der Schwangerschaft kann die Speichelmenge abnehmen und sich die Zusammensetzung des Speichels verändern. Dadurch verliert er einen Teil seiner Fähigkeit, die Zähne vor Säuren zu schützen und den Zahnschmelz zu reparieren. Die Zähne sind dadurch Bakterien und Erosion stärker ausgesetzt, wodurch ein erhöhtes Risiko für Karies und empfindliche Zähne besteht.
Diese Veränderungen können durch andere Symptome wie Mundtrockenheit, Sodbrennen oder Erbrechen , da die Zähne dadurch verstärkt Säuren und Bakterien ausgesetzt sind.
4. Stützgewebe
Sie können Zahnfleischentzündungen verursachen und dazu führen, dass sich das Zahnfleisch etwas zurückzieht, wodurch ein Teil der Zahnwurzel freigelegt wird. Im Gegensatz zum Zahnschmelz ist die Zahnwurzel von Dentin umgeben und wird, sobald sie freiliegt, empfindlicher. Deshalb leiden viele Frauen während der Schwangerschaft unter empfindlichen Zähnen. Früher waren sie durch das Zahnfleisch geschützt, jetzt nicht mehr.
Veränderungen der Zahnempfindlichkeit während der Schwangerschaft
| Erstes Quartal | Die hormonellen Veränderungen treten sehr abrupt auf, und es kann zu einer frühzeitigen Empfindlichkeit kommen. |
| Zweites Quartal | Der Körper passt sich teilweise an, und in manchen Fällen stabilisiert sich das Empfindungsvermögen. |
| Drittes Quartal | Die Hormonspiegel erreichen ihren Höchststand, weshalb sich die Symptome verstärken können. |
Nach der Geburt lässt die Empfindlichkeit bei vielen Frauen allmählich nach, aber leiden alle Schwangeren unter empfindlichen Zähnen? Keineswegs, das hängt stark davon ab, wie der Körper auf die hormonellen Veränderungen reagiert. Zu berücksichtigen sind auch die Festigkeit von Zahnschmelz und Dentin vor der Schwangerschaft, die individuelle Schmerzwahrnehmung der betroffenen Person sowie ihre genetische Veranlagung. Aus diesem Grund empfinden manche Frauen stärkere Schmerzen, während andere diese kaum bemerken.
In der Regel ist Zahnüberempfindlichkeit in der Schwangerschaft vorübergehend und hängt lediglich mit den für die Schwangerschaft typischen physiologischen Veränderungen zusammen. Sie deutet nicht auf eine ernsthafte Erkrankung hin, doch wenn die Beschwerden stark oder anhaltend sind, ist es wichtig, einen Spezialisten aufzusuchen, um andere Ursachen auszuschließen.
Denk daran , während der Schwangerschaft auf Ihre Mundgesundheit zu achten: Achte auf eine angemessene Mundhygiene und gehe in den empfohlenen Abständen zur zahnärztlichen Untersuchung. Integriere spezielle Produkte wie SensiKIN in deine Routine, um Zahnempfindlichkeit zu lindern und anderen Komplikationen im Zusammenhang mit dem Zahnschmelz vorzubeugen.

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